Verworrene Pfade!

Heute bin ich mal wieder einem Irrtum erlegen, der mich schon häufiger befallen hat. Ich hatte den spontanen Einfall endlich mal zum Landesdenkmal zu fahren um mir den kleinen Park dort anzusehen und bei der Gelegenheit wollte ich auch den alten Wasserturm inspizieren den man von dort aus sehen kann. Danach wollte ich schnell richtung Biebricher Bahnhof laufen zum Schloßpark abbiegen und runter zum Rheinufer gehen.

Dumm nur dass das Landesdenkmal gar nicht in der Nähe des Biebricher Bahnhofs steht. Es verlaufen zwar in direkter Nachbarschaft Gleise, die mich auch schon mehrfach zu der Vermutung verleitet haben der Bahnhof sei nicht weit, doch diese gehören zu einer völlig anderen Bahnstrecke. Nämlich der alten Aartalbahn, die zur Zeit auf Grund einer beschädigten Brücke auch zu Ausflugsfahrten nicht befahren werden kann. Eigentlich hätte ich mir das auch merken müssen, immerhin steht gegenüber des Landesdenkmals das Gebäude des alten Bahnhofs „Landesdenkmal“. So nah beieinander baut man nun ja auch keine Bahnhöfe.

Aber nun gut, ich habe das Vorhaben dennoch weiter verfolgt. Soooo weit ist es vom Landesdenkmal zum Biebricher Bahnhof ja nun auch wieder nicht, auch wenn ich etwas durch Biebrich geirrt bin und für eine kurze Weile dachte das ich am Ende doch noch das GPS zu Rate ziehen müsste. Nur macht es dann keinen Spaß mehr! 😉

Unterwegs konnte ich mir dann immerhin viele kleine Straßen und Gassen des Ortes ansehen und letzendlich habe ich es dann doch noch bis zum Schloßpark geschafft. Dort ist an einem Tag diesem richtig viel los. Das Wetter war wundervoll sonnig und hunderte Spaziergänger nutzen das um durch den Park zu flanieren. Ich selbst habe die Strecke nur genutzt um möglichst einfach zum Rheinufer zu gelangen. Ich wollte heute nämlich mal die Strecke in Richtung Mainz-Kastel abgehen und sehen ob es dort einen Pfad von Biebrich aus gibt. Leider musste ich schnell feststellen das das nicht der Fall ist. Ich kam gerade mal bis Amöneburg, wo der Kalle-Albert Industriepark direkt am Rheinufer entlang verläuft. Dieses Gelände darf natürlich nicht betreten werden, so das ich auf den Gehweg, an der Biebricher Straße ausweichen musste. Eigentlich schade, denn der Blick über das Rheinufer ist doch um einiges reizvoller als die Aussicht auf schmutzige Industrieanlagen. Dennoch habe ich mir die unterschiedlichen Werke hier am Rheinufer etwas angesehen. Die chemischen Werke Kalle und Albert sind hier ansässig, ebenso wie der Zementhersteller Dyckerhoff, bekannt für seinen Portlandzement, der sogar für den Sockel der Freiheitsstatur bis nach New York geliefert wurde. Sehr interessant fand ich auch das teilweise noch sehr alte Anlagen stehen, wenn auch vermutlich nur zu Dekorationzwecken (oder vielleicht auch aus Denkmalschutz), denn nur wenige Meter von der Dyckerhoff-Hauptverwaltung entfernt steht ein schöner alter Backstein-Turm und einige alte Silos (?), direkt daneben ein altes Fabrikgebäude. Beides hat eine gewisse Ästhetik aus den Anfängen der Industralisierung an die neuere Werkshallen niemals heranreichen werden.

Mein weiterer Weg führte mich nun, nur noch bis zur nächsten Bushaltestelle, auch wenn es bis zur Haltestelle Ruthof, doch noch ein gutes Stück zu gehen war.

Hier der Streckenverlauf:

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Frühlings-Impressionen aus dem Kurpark

Meine erste Strecke für heute war leider ein ziemlicher Reinfall. Ich bin eine ganze Weile lang durch ein undurchsichtiges Wohngebiet geschländert. Daher hier erst einmal nur einige Frühlings-Bilder, die ich im Kurpark machen konnte.

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Der alte Wartturm und überraschende Aussichten

Heute wollte ich endlich mal zu einer Sehenswürdigkeit an der ich eigentlich täglich vorbei fahre und die DAS Wahrzeichen des Ortes Bierstadt darstellt (es ist fast schon peinlich, das ich vorher nie dort war): Die Bierstadter Warte. Der alte Wartturm  hoch oben auf dem Hügel wurde 1473 errichtet um die Gegend um Mainz herum im Auge zu behalten. Zu erreichen ist er ganz einfach wenn man von Bierstadt her kommt, der Bierstadter Straße in Richtung Innenstadt folgt und dann die Abzweigung Wartestraße hinaufgeht. Er ist dann nicht zu verfehlen. Heute steht der Turm umgeben von Kastanienbäumen in mitten eines kleinen Parks. Im Mittelalter hätte man der Bäume wegen vermutlich das Grauen bekommen. Wie soll man denn da bis nach Mainz sehen? 😉

Ich habe mich also die steile Wartestraße raufgequält und dachte schon fast für so einen kleinen alten Turm ist das ja fast nicht die Mühe wert. Aber ich habe mich völlig getäuscht, denn ich musste feststellen das dort oben noch eine Überraschung auf mich wartete. Schon von dem kleinen Park aus ahnte ich es schon, die Aussicht nach Wiesbaden ist von dort oben wunderschön. Doch erst als ich den kleinen Park mit dem Turm durchquert hatte und noch ein kleines Stück die Felder entlang gegangen war sah ich das eigentlich Panorama.

Die Aussicht von dort oben ist überwältigend!! Selbst vom Neroberg hat man keinen solchen Blick auf die Straßen und Häuserschluchten, weil alles von Bierstadt aus noch viel näher ist. Es ist einfach wunderschön. Ich fürchte, selbst die Panoramafotos werden dem Blick von hier oben kaum gerecht.

Die weitere Wegstrecke führte mich eher verworren an einigen Kleingärten vorbei bis zurück auf die Bierstadter Straße, von hier bin ich dann weiter bis in die Innenstadt gelaufen.

Hier mal die Strecken-Ansicht:


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