Frühlings-Impressionen mit dem neuen LG 3G s

Ja, mein neues Smartphone ist da und das musste auch gleich eingeweiht werden. Hierzu habe ich die letzten beiden Tage genutzt um auch die Kamera einmal ausgiebig zu testen. Ich gehe zwar mittlerweile fast immer mit der Nikon auf Fototour, aber das Handy habe ich immer dabei. Da sollte ich schon wissen wie es funktioniert, nur für den Fall, das sich spontan einmal ein gutes Motiv ergibt.

Das Ergebnis meiner zwei kleinen Fototouren ist allerdings ernüchternd. Es sind einige sehr schöne Bilder dabei, aber gerade der digital Zoom schwächelt erschreckend und die Bilder scheinen verwaschen. Da muss ich wohl noch ein bisschen rumprobieren und optimieren. Vielleicht verwackel ich da auch einfach zu viel.

Hier aber für euch nun einige nette Frühlingsimpressionen aus Wiesbaden:

 

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Bye Bye HTC Desire! Bye Bye Cardio Trainer!

Ja, irgendwann musste dieser Tag kommen. Schweren Herzens musste ich so langsam einmal mein bisheriges Smartphone durch ein neueres Modell ersetzen.

Ich hänge eigentlich immer sehr an meiner Elektronik, mache mir vor dem Kauf lange Gedanken darüber was für mich praktikabel und brauchbar ist. Entsprechend gehöre ich nicht zu den Menschen die dann gleich nach 6 Monaten schon wieder ein neues Gerät benötigen. Ganz egal ob das nun das Smartphone, den PC oder andere Gebrauchsgegenstände betrifft.

Nun, nach 5 Jahren in denen ich mich immer mehr mit den großen und kleinen Macken und Problemen meines bisherigen Smartphones herumschlagen musste, war es wirklich einmal an der Zeit Goodbye zu sagen und den geliebten, elektronischen Begleiter auszutauschen. Mein altes HTC Desire, das ich im Herbst 2010 gekauft hatte machte schon länger nicht mehr wirklich mit was von ihm abverlangt wurde. Heute nun ist der letzte Tag, den ich mich begleiten durfte. Ab morgen wird ein LG G3 s seinen Dienst übernehmen.

Im Zuge dieses Wechsels musste ich leider noch etwas anderes feststellen, meine bisherige Trainings-Software wird bereits seit 2013 nicht mehr aktualisiert und die Webseite mit den gespeicherten Daten soll in den nächsten Wochen offline gestellt werden. Das heißt für mich auch Abschiednehmen vom alten Cardio Trainer und den gespeicherten Daten.

Daher heute noch ein letztes Mal der abschließende Zwischenstand aus jahrelangem Lauftraining. 6347 km waren wir gemeinsam unterwegs. In dieser Zeit habe ich so einige Trainingsschuhe verschlissen und gar eine Handtasche abgenutzt.

Hier das Beweisfoto 😀

6347 km mit dem HTC Desire

6347 km mit dem HTC Desire

Ab morgen geht es dann wieder bei 0 los mit einer neuen Software. Hoffen wir das auch diese mir gute Dienste leisten wird.

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Im Waldecker Land

Ja, auch ich verlasse Wiesbaden ab und zu um einige Tage Urlaub außerhalb zu machen. Manchmal sogar um das restliche Hessen einwenig erkunden zu können. Mein zweitägiger Kurztrip führte mich dabei dieses Mal etwa 200 km nach Norden. In das Waldecker Land. Einem Landstrich der von vielen Wäldern und Seen geprägt ist. Hervorgegangen ist das heutige Waldecker Land aus dem ehemaligen Früstentum Waldeck, das überall in der Umgebung seine Spuren hinterlassen hat. So gehören viele Schlösser und Burgen der Grafen von Waldeck zu den bedeutensten, touristischen Attraktionen in der Region. Besonders bekannt sind dabei vermutlich Schloss Waldeck und das Residenzschloss Arolsen.

Aber auch bedeutende Bauwerke der Neuzeit sind in dieser Region entstanden. So baute man hier anfang des 20. Jahrhunderts die damals größte Sperrmauer, die Edertalsperre und einige weitere Talsperren um die unberechenbare Natur zu bezwingen und sich ihre Kraft nutzbar zu machen. Nicht immer mit gutem Ausgang, wie der kriegsbedingte Dammbruch, 1943, der Edertalsperre beweist.

Aber lest selbst mehr über die einzelnen Etappen meiner kleinen Reise.

Edertalsperre und Edersee

Meine erste Anlaufstelle und auch der eigentliche Grund für meine Fahrt war die Edertalsperre. Die zwischen 1908 und 1914 erbaute Staumauer ist 48 m hoch, 6 m breit und 400 Meter lang. Ihr Bau kostete damals 25 Mio. Goldmark. Etwa 900 Menschen, die im Gebiet des heutigen Stausees lebten, mussten damals ihre Heimat verlassen. Hierzu wurden 2 der im Staubecken liegenden Dörfer, Asel und Bringhausen, auf höher gelegenes Gelände um den Stausee herum verlegt. Ein drittes Dorf, Berich, wurde 30 km entfernt, nahe Bad Arolsen, als Neu-Berich neu errichtet. Im Sommer kann man bei Niedrigwasser viele dieser versunkenen Stätten noch heute besuchen. Sie sind als „Edersee Atlantis“ bekannt.

Nach der Fertigstellung des Baus sollte am 25. August 1914 die offizielle Bestimmungsübergabe der Staumauer durch den Kaiser erfolgen. Diese kam jedoch durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs nicht zustande.

Auch der 2. Weltkrieg machte dem Bauwerk große Probleme. Während in Deutschland die offizielle Meinung vorherrschte die neu erbaute Talsperre halte jeglichem Beschuss stand, tüfftelten die Luftstreitkräfte des Vereinigten Königreichs ein spezielles System aus mit dem sie die Sicherheitsvorkehrungen umgehen und das Bollwerk zerstören konnten. Sie entwickelten eine spezielle Roll- und Rotationsbombe, die in der Lage war die Torpedo-Abwehrnetze, wie ein kleiner Stein auf dem Wasser, zu überspringen um dann direkt an der Staumauer zu versinken und erst in einer bestimmten Tiefe zu explodieren. Auf diese Weise schaffte es die Royal Air Force am 17. Mai 1943 kurz vor 2 Uhr nachts die Staumauer schwer zu beschädigen. Es entstand bei der Explosion eine halbkreisförmige Öffnung von etwa 22 m Höhe und 70 m Länge. Durch sie konnte 8000 m³ Wasser pro Sekunde ausströmen, die in einer, bis zu 8 m hohen, Flutwelle durch das Tal rasten und nichts als einer Schneise der Verwüstung hinterlies. 68 Menschen starben und hunderte verloren ihr Hab und Gut.

Trotz des Ausmaß der Zerstörungen wurde von der Organisation Todt ein sofortiger Wiederaufbau vorangetrieben und die Edertalsperre konnte noch im selben Jahr wieder ihrer Bestimmung nachgehen. Nur einige fehlende Mittelabläufe sind heute noch ein Beleg für die überstürzte Reparatur.

Heute wird die Talsperre vor allem zur Wasserregulierung des Mittellandkanals genutzt. Außerdem erzeugt das Kraftwerk Hemfurth, am Fuße der Staumauer, Elektrizität für das 110-kV-Hochspannungsnetz der E.ON Netz GmbH.

Schloss Waldeck

Wer zum Edersee fährt sollte sich auch unbedingt Schloss Waldeck ansehen. Ich bin sogar etwas weiter gegangen und habe gleich eine ganze Nacht in dem heutigen Hotel verbracht. Ich kann auf jeden Fall sagen. Es war sehr gemütlich und entspannt.

Auf einem Hügel am Nordufer des Edersees gelegen ist Schloss Waldeck heute einer der sehenswertesten Orte in der Region überhaupt. Der Blick über den See ist von hier oben sagenhaft. Doch die Anfänge liegen weit zurück. So weit, das der ursprüngliche Bau nicht einmal ganz genau datiert werden kann.

Im Jahr 1120 wird das erste mal eine „Höhenburg“ urkundlich erwähnt. Seitdem war die Burg (später Schloss) Waldeck vielen Umwälzungen der Geschichte unterworfen und musste immer weiter daran angepasst werden. Bis 1655 war sie Residenz des Grafen von Waldeck und wurde in dieser Zeit immer wieder erweitert, vergrößert und gar schlossartig ausgebaut. Dann ging das Herrscherhaus nach Arolsen und sie wurde erst zur Festung, dann zur Kaserne und zwischen 1734 bis 1868 sogar zum Zuchthaus und Frauengefängnis. Erst seit 1920 ist sie öffentliches Vermögen.

Heute residiert in der alten Burg das „Schloss Hotel Waldeck“. Außerdem sind in einem der alten Türme noch ein Restaurant und in einem Nebengebäude ein kleines Museum untergebracht.
Und den Ausblick, den sollte man nicht vergessen. Jeder sollte ihn einmal erlebt haben. 🙂

Das Schlosshotel ist übrigens sehr zu empfehlen. Die Zimmer sind gemütlich und geschmackvoll eingerichtet. Die Möbel sind stileecht an das Schlossambiente angepasst. Das reichhaltige Frühstück wird inkl. Blick auf den See im ruhigen Café & Restaurant Altane dargereicht. Feinschmecker sollten aber auch das Restaurant Alte Turmuhr einmal ausprobieren. Hier werden Gerichte aller Art mit gehobenen kulinarischen Anspruch angeboten.

Hinter Schloß und Riegel

Wie ich schon erwähnte gibt es auf Schloss Waldeck auch ein kleines Museum. Dieses thematisiert vor allem die Zeit in der die alten Burggebäude als Zuchthaus und Frauengefängnis dienten. Aber auch die restliche Geschichte des Gebäudes, sowie die Wandlung der Burg zum Schloss wird zumindest kurz angerissen.

Für alle die einmal durch dunkle Kellergewölbe schleichen oder sich einmal in der Zelle eines Verlieses gruseln wollen kann ich den Besuch im Museum nur wärmstens empfehlen.

Leider habe ich davon aus rechtlichen Gründen keine Fotos, aber mehr Infos und ein Video gibt es auf der offiziellen Webseite: http://www.schloss-hotel-waldeck.de/museum

Aktuelle Öffnungszeiten:
April bis Oktober 10.00 bis 18.00 Uhr
November bis März auf Anfrage
Samstag, Sonn- und Feiertag ab 10.00 Uhr
Montag geschlossen (ausgenommen in den Ferienzeiten)

Der Eintritt kostet aktuell:
inkl. Audioführung (E, F, NL, D)
Erwachsene €4,50
Kinder und Jugendliche (6 bis 16 Jahre) € 2,50 (ermäßigt)
Gruppen ab 10 Personen € 6,50 p.P. (11. Person frei)

Sperrmauer Museum

Zu guter Letzt hat es mich aber am Ende doch noch einmal zur Sperrmauer gezogen. Nur etwa 2 Kilometer von dort entfernt, im edertaler Stadtteil Hemfuth steht noch das kleine „Sperrmauer Museum“ in dem man sich vor allem über die Sprengung der Sperrmauer im 2. Weltkrieg und ihre Folgen informieren kann. Zu sehen gibt es einen interessanten Film, jede Menge Zeitungsausschnitte, Bilder und Dokumente aus der Zeit des Baus, der Sprengung und des Wiederaufbaus. Außerdem wurde auch viel Platz genutzt um die Dam Busters, der Royal Air Force und ihre Operation Chastise, genauer vorzustellen.
Ein zusätzlicher Raum zeigt die Auswirkungen des zweiten Weltkriegs auf die Region Kassel, Arolsen und das Edertal.

Auch hier kann ich aus rechtlichen Gründen nicht mit Fotos dienen. Die offizielle Webseite hilft aber gerne weiter: http://www.dambusters.de/

Quellen

Weiterführende Links:

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