Rundgang zwischen den Welten!

Der Winter hat noch einmal angezogen und es sind draußen, trotz Sonnenschein, bis zu 15° C unter Null. Das schöne Wetter wollte ich mir aber auf keinen Fall entgehen lassen und so suchte ich eine Strecke, bei der ich jeder Zeit abbrechen und zurück nach Hause laufen kann, sollte mir die Kälte doch zu sehr zu schaffen machen. Ideal dazu erschien mir schnell wieder einmal meine Standard-Strecke zwischen Bierstadt und der Berliner Str. (beschrieben in  Zur Autobahn und zurück!). Also vergass ich alle Angst vor Väterchen Frost und zog los.

Etwas anders als üblich, lief ich heute aber nicht zur Wallauer Str. und dann durch die Schrebergarten-Kolonie sondern nahm einen neuen Weg. Es ging in Richtung Fliednerschule, die Biegerstr. entlang. Dieser Weg geht direkt in einen Feldweg über, dem ich allerdings nur wenige Meter folgte. Zwischen den Feldern bog ich nämlich direkt in den nächsten Trampelpfad ein, der mich fast bis zum viel befahren Siegfriedring führte. Eine Abzweigung zuvor, bin ich dann aber lieber wieder in südlicher Richtung, also wieder in Richtung Berliner Str. abgebogen. Dieser Teil der Strecke ist ziemlich hoch gelegen, so das man einen fantastischen Ausblick auf Bierstadt und die umliegenden Felder bis hinüber nach Igstadt genießen kann. Auch die Hochhaussiedlung in Erbenheim ist gut zu erkennen. Ich finde diesen Rundblick immer wieder fantastisch!

Weiter geht es über die Felder. Auch dieser Trampfelpfad führt zwangsläufig auf einen kleinen betonierten Weg der parallel zum Siegfriedring verläuft und so stapfe ich weiter bis mich wieder einmal die Zivilisation aufhält. Erst dann biege ich wieder ab in einen weiteren Feldweg. Hier sollte man häufiger auch mal einen Blick in Richtung Berliner Str. werfen. Bei klarem Wetter kann man auf diesem Teil der Strecke bis hinüber nach Mainz sehen.

Für mich ging es hier weiter geradeaus in Richtung der sichtbaren Hochhäuser in Erbenheim. Ein betonierter Feldweg führt an dieser Wohnsiedlung vorbei. Man kann ihm bis zur Kreisstr. 652 folgen, danach muss man diese überqueren um weiter zu kommen.  Als Fußgänger sollte man hier etwas vorsichtiger sein. Die Sicht ist nicht immer gut und Straße manchmal stark befahren. Dahinter kann man aber weiter unbehelligt durch die Natur spazieren.

Als ich schon fast auf die Bahnstrecke in Erbenheim gestoßen bin, habe ich mich dann wieder nach Norden gewandt. Mittlerweile hatte ich auch bereits um die 7 km hinter mir und irgendwann wollte ich ja auch wieder zuhause ankommen. Also ging es weiter am Rande von Erbenheim entlang. Der Weg ist hier gut ausgebaut. Die Straße ist betoniert und der müde Wanderer findet auch Bänke und Mülleimer zum Rasten. Außerdem wird dieser Teil der Strecke fast den ganzen Tag von der Sonne beschienen. Nur einige Bäume am Wegesrand spenden Schatten. Der Weg nennt sich entsprechend auch „In den Erlen“.

Nach dem ich schon wieder ein gutes Stück Weg hinter mich gebracht hatte, hätte ich eigentlich einer kleinen Brücke folgen und einen kleinen Bach überqueren müssen. Doch ich war neugierig. Was kommt, wenn ich einfach weiter gerade aus gehe. Ein Schild verspricht ein Naturschutzgebiet und so gehe ich einfach weiter gerade aus. Doch hier hat mir die Kälte dann doch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich war schon so weit gekommen. Ich spürte meine Oberschenkel kaum noch, mein Gesicht war eiskalt. Irgendwann muss ich mich einfach wieder auf den Rückweg machen und so ging ich doch zurück zu der Brücke.

Von hieraus musste ich nur noch dem Weg folgen und mich ungefähr in Richtung Bierstadt halten. Irgendwann kam ich dann noch am „Köpfchenhof“, einem Pferdehof, vorbei. Hier ging es einfach geradeaus vorbei. Ich kreuzte die „Igstadter Str.“ und lief weiter zu dem landwirtschaftlichen Gebäude, vor dem ich für den Beitrag „Auf zur Rübenernte!“ Fotos von dem Rübenroder gemacht habe. Hier angekommen gab, dank der Kälte, dann sogar der Akku meines Handys auf. Schade, keine weitere GPS-Aufzeichnung mehr. Nur gut das mein Gehirn bei der Kälte besser funktioniert und ich euch so trotzdem eine Google-Karte zusammenstellen konnte. 😉

Der restliche Weg besteht nur noch daraus nach Bierstadt abzubiegen und dann durch Bierstadt nach Hause zu gehen. Dort bin ich dann recht durchgefroren angekommen. Aber für mich hat es sich gelohnt. Die Strecke war bei diesem Wetter einfach fabelhaft!

Hier noch schnell die versprochene Karte:


Größere Kartenansicht

Auf Grund der Akku-Probleme kann ich heute leider nicht all zu viele Fotos liefern. Aber hier sind dennoch einige eiskalte Eindrücke meiner Strecke!