Wiesbaden von Oben

Ja, in einer so wundervollen Stadt wie Wiesbaden bin ich selbstverständlich nicht die Einzige, die mit der Kamera bewaffnet auf Fotojagd geht. Einer, der das auf ganz besondere Art und Weise macht, ist Martin Lauinger. Er hat nicht nur die Kamera zur Hand, nein er lässt diese, mit Hilfe einer Drohne, auch gleich noch über unseren Köpfen schweben. Auf diese Art macht er einmalige Fotos und auch Videos von unserer schönen Kurstadt, die man dann auf Youtube oder Instagram bewundern kann.

Die Videos

Wiesbaden vom Himmel aus entdecken ist eine spannende Mission. Martin stellt sich, für seine Videos, diesem Auftrag mit Hilfe einer AR-Drohne 2.0 von Parrot.

Seine Reihe „Über den Dächern von Wiesbaden“ und viele andere Videos findet ihr auf seinem Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCRlEqs2j55d_zQJotjdoWGQ

Über den Dächern von Wiesbaden im Winter

Im ersten Video machen wir eine kleine Rundreise zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Wiesbadens und sehen dabei zu wie die Stadt immer weiter im Schnee versinkt. Schön anzusehen sind auch die saisonalen Besonderheiten im Winter, wie der Sternschnuppenmarkt, das Riesenrad auf dem Mauritius Platz und die Marktkriche unter einer dichten Schneedecke. Und nicht zu vergessen eine wunderbare Riesenradfahrt für alle die sich, wie ich, bisher nie bis ganz nach oben getraut haben! 😉

Ansonsten zu sehen sind unteranderem noch: die Herbert- und Reisingeranlagen mit dem Hauptbahnhof und den Rhein-Main-Hallen, der Luisenplatz mit St. Bonifatius, das Kurhaus, der Kochbrunnenplatz, der Hessische Landtag, der Platz der deutschen Einheit und jede Menge Tauben! 😉

Über den Dächern von Wiesbaden – Näher am Himmel

Im zweiten Teil der Reihe fürt Martin uns mit seiner Drohne zu 23 Orten der Besinnung. Dieses Video gibt es in einer langen und einer etwas kürzeren Version. Ich zeige euch hier die ungekürzte Fassung, inkl. einiger Crash-Outtakes am Ende.

Zu sehen sind: Die Friedenskirche, St. Elisabeth, Maria-Hilf-Kirche, die Kreuzkirche, die Christuskirche, die Bergkirche, die Kirche der Heiligen Familie, die Kirche Jesu Christi, die Marktkirche, das Mahnmal der alten Synagoge, St. Augustine’s of Canterbury, Mariae Heimsuchung, St. Bonifatius, griechische Kapelle, die Kirche der freien evangelischen Gemeinde, Omar Ibn El Khattab, die Mathaeus Kirche, die Lutherkirche, die Kirche der Dreifaltigkeit, Christus Kirche und die Ringkirche

Über den Dächern von Wiesbaden – Bauten&Denkmale

Im letzten Teil führt Martin uns mit seiner Drohne zu den schönsten Bauten und Denkmälern in Wiesbaden.

Neroberg, Bismarckdenkmal, Kriegerdenkmal, Römertor/Heidenmauer, Denkmal von Friedrich dem III., Staatstheater und Schillerdenkmal, Schlauchturm der Feuerwache I, Hauptbahnhof, Wasserturm am Schlachthof, Landesdenkmal (Adolph von Nassau).

Die Fotos

Wer mit einer Drohne fliegt und filmt kann diese interessante Perspektive natürlich auch für Fotoshoots nutzen. Die von Martin sind dabei ganz speziell, denn er überarbeitet sie noch zusätzlich mit Photoshop und schafft so mit bestimmten Farbfiltern oder Hervorhebungen bei jedem Foto eine besondere Atmospäre. Zu sehen sind seine Bilder auf Instagram.

Monopteros auf dem Neroberg

Monopteros auf dem Neroberg

 

Eisige Fluten im Schiersteiner Hafenbecken

Mein heutiger Trip führte mich einmal mehr ans Rheinufer in Biebrich und weiter nach Schierstein. Das Wetter ist noch immer zutiefst winterlich. Die Temperaturen liegen deutlich unter Null und der Himmel ist mit trüben Wolken verhangen. Doch all das hat mich ja noch nie aufgehalten.

Los ging es dieses Mal an der Bushaltestelle Adolf-Todt-Str/Rheinufer. Angefahren wird sie aus der Innenstadt heraus von den Buslinien 4 (Wiesbaden-Biebrich Rheinufer) oder der Buslinie 14 (Wiesbaden-Biebrich Äppelallee-Center). Von der Haltestelle sind es nur wenige Meter bis zum Rheinufer.

Der Blick über den breiten Fluss hinüber zur Rettbergsaue wird heute zwar von trüben Wolken verdunkelt, doch meiner Faszination für diese Strecke tut das keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil es ist es sehr interessant den Rhein einmal bei diesem kalten Winterwetter zu sehen. Auch wenn es heute doch schon wieder etwas wärmer als noch vor einigen Wochen war, als ich schon einmal von der Strecke Biebrich <-> Schierstein berichtete. Damals schwammen selbst im Rhein große Eisbrocken, das ist heute nicht mehr der Fall. Hier geht es zum entsprechenden Bericht: Eis im Rhein! Am Rheinufer entlang bis Schierstein

Ich bin also meiner damaligen Strecke, der Rheingaustraße, der Uferpromenade und der Uferstraße entlang, noch einmal gefolgt um dann aber nicht am RWZ-Werk wieder umzukehren sondern statt dessen weiter zum Schiersteiner Hafen zu spazieren.

Dort bot sich mir ein interessantes Bild, denn ein großer Teil des Hafenbeckens war von großen Eisschollen bedeckt. Ein gut ausgebauter Rundweg, mit großer Brücke an der Hafeneinfahrt bietet sich geradezu für einen kleinen Spaziergang an und so habe ich mich zumindest einmal bis zur Dyckerhoff-Brücke auf den Weg gemacht.

Der Schiersteiner Hafen grenzt direkt an ein größeres Wohngebiet. Interessant zu wissen ist auch, das die SCHUFA ihren Unternehmenssitz direkt am Hafenweg auf der nördlichen Seite des Hafenbeckens hat. Ich wollte heute allerdings lieber nur den unbebauten südlich verlaufenden Teil des Weges erkunden. Wenn man dem Hafenweg hier entlang folgt durchstreift man eine gemütliche Auenlandschaft. Gestört wird das Idyll nur von einigen Gebäuden der Hafenaufsicht und einer Station des DLRG, direkt an der Spitze der Landzuge.

An der Dyckerhoff-Brücke angekommen musst ich da natürlich unbedingt noch rauf. Und die Höhe dieser, ansonsten recht kleinen Fußgänger Brücke, ist nicht zu verachten. Die 1967 erbaute Konstruktion überspannt mit einer Hauptspannweite von 96,40 m, die Einfahrt zum Hafenbecken und bis man an der höchsten Stelle angekommen ist hat man schon das Gefühl etwas zu erklimmen. Der Weg nach oben ist recht steil und ungeübte werden schon vorher aus der Puste kommen. Der Blick von oben über den Rhein, das Hafenbecken, Schierstein und über Schierstein hinaus ist dafür aber unbezahlbar. Vor allem da das Wetter während meines Spaziergangs aufgeklart hatte und die Sonne mir den Ausblick noch etwas versüßte.

Leider war ich so dumm hier nicht weiter zu gehen und tatsächlich einen Rundgang um den Hafen zu machen, stattdessen bin ich die gleiche Strecke wieder zurück gelaufen. Doch beim nächsten Mal kann ich das sicher noch nachholen.

Hier die Karte zum Nachwandern:
Größere Kartenansicht

Und hier die Bilder zu diesem Ausflug:

Rundgang zwischen den Welten!

Der Winter hat noch einmal angezogen und es sind draußen, trotz Sonnenschein, bis zu 15° C unter Null. Das schöne Wetter wollte ich mir aber auf keinen Fall entgehen lassen und so suchte ich eine Strecke, bei der ich jeder Zeit abbrechen und zurück nach Hause laufen kann, sollte mir die Kälte doch zu sehr zu schaffen machen. Ideal dazu erschien mir schnell wieder einmal meine Standard-Strecke zwischen Bierstadt und der Berliner Str. (beschrieben in  Zur Autobahn und zurück!). Also vergass ich alle Angst vor Väterchen Frost und zog los.

Etwas anders als üblich, lief ich heute aber nicht zur Wallauer Str. und dann durch die Schrebergarten-Kolonie sondern nahm einen neuen Weg. Es ging in Richtung Fliednerschule, die Biegerstr. entlang. Dieser Weg geht direkt in einen Feldweg über, dem ich allerdings nur wenige Meter folgte. Zwischen den Feldern bog ich nämlich direkt in den nächsten Trampelpfad ein, der mich fast bis zum viel befahren Siegfriedring führte. Eine Abzweigung zuvor, bin ich dann aber lieber wieder in südlicher Richtung, also wieder in Richtung Berliner Str. abgebogen. Dieser Teil der Strecke ist ziemlich hoch gelegen, so das man einen fantastischen Ausblick auf Bierstadt und die umliegenden Felder bis hinüber nach Igstadt genießen kann. Auch die Hochhaussiedlung in Erbenheim ist gut zu erkennen. Ich finde diesen Rundblick immer wieder fantastisch!

Weiter geht es über die Felder. Auch dieser Trampfelpfad führt zwangsläufig auf einen kleinen betonierten Weg der parallel zum Siegfriedring verläuft und so stapfe ich weiter bis mich wieder einmal die Zivilisation aufhält. Erst dann biege ich wieder ab in einen weiteren Feldweg. Hier sollte man häufiger auch mal einen Blick in Richtung Berliner Str. werfen. Bei klarem Wetter kann man auf diesem Teil der Strecke bis hinüber nach Mainz sehen.

Für mich ging es hier weiter geradeaus in Richtung der sichtbaren Hochhäuser in Erbenheim. Ein betonierter Feldweg führt an dieser Wohnsiedlung vorbei. Man kann ihm bis zur Kreisstr. 652 folgen, danach muss man diese überqueren um weiter zu kommen.  Als Fußgänger sollte man hier etwas vorsichtiger sein. Die Sicht ist nicht immer gut und Straße manchmal stark befahren. Dahinter kann man aber weiter unbehelligt durch die Natur spazieren.

Als ich schon fast auf die Bahnstrecke in Erbenheim gestoßen bin, habe ich mich dann wieder nach Norden gewandt. Mittlerweile hatte ich auch bereits um die 7 km hinter mir und irgendwann wollte ich ja auch wieder zuhause ankommen. Also ging es weiter am Rande von Erbenheim entlang. Der Weg ist hier gut ausgebaut. Die Straße ist betoniert und der müde Wanderer findet auch Bänke und Mülleimer zum Rasten. Außerdem wird dieser Teil der Strecke fast den ganzen Tag von der Sonne beschienen. Nur einige Bäume am Wegesrand spenden Schatten. Der Weg nennt sich entsprechend auch „In den Erlen“.

Nach dem ich schon wieder ein gutes Stück Weg hinter mich gebracht hatte, hätte ich eigentlich einer kleinen Brücke folgen und einen kleinen Bach überqueren müssen. Doch ich war neugierig. Was kommt, wenn ich einfach weiter gerade aus gehe. Ein Schild verspricht ein Naturschutzgebiet und so gehe ich einfach weiter gerade aus. Doch hier hat mir die Kälte dann doch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich war schon so weit gekommen. Ich spürte meine Oberschenkel kaum noch, mein Gesicht war eiskalt. Irgendwann muss ich mich einfach wieder auf den Rückweg machen und so ging ich doch zurück zu der Brücke.

Von hieraus musste ich nur noch dem Weg folgen und mich ungefähr in Richtung Bierstadt halten. Irgendwann kam ich dann noch am „Köpfchenhof“, einem Pferdehof, vorbei. Hier ging es einfach geradeaus vorbei. Ich kreuzte die „Igstadter Str.“ und lief weiter zu dem landwirtschaftlichen Gebäude, vor dem ich für den Beitrag „Auf zur Rübenernte!“ Fotos von dem Rübenroder gemacht habe. Hier angekommen gab, dank der Kälte, dann sogar der Akku meines Handys auf. Schade, keine weitere GPS-Aufzeichnung mehr. Nur gut das mein Gehirn bei der Kälte besser funktioniert und ich euch so trotzdem eine Google-Karte zusammenstellen konnte. 😉

Der restliche Weg besteht nur noch daraus nach Bierstadt abzubiegen und dann durch Bierstadt nach Hause zu gehen. Dort bin ich dann recht durchgefroren angekommen. Aber für mich hat es sich gelohnt. Die Strecke war bei diesem Wetter einfach fabelhaft!

Hier noch schnell die versprochene Karte:


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Auf Grund der Akku-Probleme kann ich heute leider nicht all zu viele Fotos liefern. Aber hier sind dennoch einige eiskalte Eindrücke meiner Strecke!