Bochum – Teil 3: Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Wenn man einige Tage im Ruhrgebiet verbringt, was liegt dann näher als sich auch über die Geschichte des Bergbaus zu informieren? Und wenn man ohnehin bereits in Bochum ist bedeutet das eindeutig auch das man unbedingt eines der bedeutensten Bergbau-Museen der Welt besichtigen muss, das „Deutsche Bergbau-Museum Bochum“.

Erreichen kann man das Bergbau-Museum ganz einfach. Z. B. kann man mit der U-Bahn U35 in Richtung Herne Schloß Strünkede bis zur Haltestelle „Deutsches Bergbau-Museum“ fahren. Von dort aus kann man es dann gar nicht verfehlen. Einfach immer in Richtung des unübersehbaren Förderturms laufen.


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Der Eintritt im Bergbau-Museum kostet zur Zeit 6,50 für Erwachsene und 3 Euro für Kinder. Ein Preis, der sich meiner Meinung nach, wirklich lohnt. Die Öffnungszeiten sind Dienstags bis Freitags, 8:30 bis 17 Uhr, Samstags, Sonntags und an Feiertagen hat das Museum von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Nur Montags ist Ruhetag. Nähere Infos hierzu auf der Seite des Deutschen Bergbau-Museums.

Highlights der Ausstellungen

Wer sich tatsächlich das ganze Museum ansehen möchte, sollte unbedingt einen vollen Tag einplanen. Denn zu den 23 Räumen mit Exponaten auf 12000 m² gesellt sich noch ein Anschauungsbergwerk, eine Sonderausstellung und bei gutem Wetter noch die Möglichkeit einen echten Förderturm hinauf zu fahren.

Das Anschauungsbergwerk

Hat man das Museum betreten sollte der erste Gang auf jeden Fall der zum Aufzug sein. Stileecht wird man dort von einem „Bergmann“ in das, 20 m tiefliegende, Anschauungsbergwerk gefahren. Dort unten befinden sich auf 2,5 km Strecke, Maschinen, Geräte und Fahrzeuge mit Bezug zu unterschiedlichen Arten des Bergbaus, direkt in realer Umgebung. Unteranderem wird der Abbau von Salz, Erzen und natürlich auch der regional bedeutenden Steinkohle gezeigt. Interessant ist, das es sich bei allen Exponaten um ausgemusterte Originalgeräte handelt. Entsprechend interessant ist es auch einmal neben einer dieser riesigen Maschinen zu stehen oder sich gar einmal in das Führerhaus zu setzen. Besonders beeindruckend fand ich z. B. die große Tunnelfräse oder den 80 m langen Hobelstreb. Doch es gibt aber auch kleinere Ausstellungsstücke, die nicht weniger beeindrucken. So werden auch Geräte für den Notfalleinsatz gezeigt und man kann einmal selbst darüber nachdenken ob man tatsächlich den Mut hätte sich in einer schmalen Rettungskapsel aus dem Untergrund heben zu lassen.

Hat man die 2,5 km hinter sich gebracht geht es mit dem Fahrstuhl wieder nach oben in die Ausstellungsräume des Obergeschosses.

Die Ausstellungsräume

In 23 Ausstellungsräumen kann man nun durch die Geschichte des Bergbaus reisen. Dabei gibt es nicht nur Maschinen und Modelle zu sehen, die direkt mit dem Bergbau zu tun haben, sondern auch Kunst, Mobiliar und Hintergründe rund um den Bergbau. Außerdem witmet sich eine ganze Abteilung den speziellen Fundstücken aus dem Untergrund. So gibt es dort auch Edelsteine und Fossilien zu sehen.

Besonders interessant fand ich auch eine Sammlung von Stereokarts, die den Besucher mit 3D-Aufnahmen in die Zeit vor dem modernen Bergbau entführt. Als besonderer Kontrast stehen nur einen Raum weiter dann bereits Modelle moderner Abbaumaschinen, hier steht unteranderem ein, auch im Modell noch sehr großer, Steinkohlebagger.

Im Untergeschoss kann man dann noch einen kurzen Rundgang der besonderen Art machen. Hier stehen noch weitere Originalmaschinen, die aber zu groß oder zu schwer für die oberen Stockwerke waren.

Die Sonderausstellung

Hat man all das gesehen ist es aber noch immer nicht vorbei. Seit Mai 2011 ist im Bergbaumuseum Bochum auch noch die Sonderausstellung „Schätze der Anden“ zu sehen, in der der Kupferabbau in Chile näher beleuchtet wird. In orange ausgeleuchteten Räumen kann man sich hier Videos und Modelle ansehen. Auch wird gezeigt was nach der Förderung des Kupfers daraus hergestellt wird und wieso wir auf dieses Metall angewiesen sind.

Der Förderturm

Etwas das ich leider nicht selbst testen konnte, weil heute das Wetter zu schlecht war, war die Auffahrt auf den Förderturm. Laut der Auskunft des Museumsmitarbeiters war es einfach zu störmisch. Doch laut Webinformationen soll man von dem über 70 m hohen Turm einen fabelhaften Blick auf Bochum und Umgebung haben. Etwas das ich mir bei anderer Gelegenheit auf jeden Fall einmal anschauen möchte.

So, ich hoffe mein kurzer Rundgang durch das Museum hat euch gefallen. Ich kann hier eigentlich nur sagen, das meine Beschreibungen dem eigentlichen Erlebnis in keinster Weise gerecht wird. Ich war über 6 Stunden in diesem Museum unterwegs und habe mit Sicherheit dennoch nicht alles gesehen und konnte hier nun leider noch weniger darüber erzählen, sonst wäre ein Buch und kein kurzer Bericht geworden. Aber ich hoffe ich konnte Lust auf einen Besuch in Bochum machen, denn für jeden der sich für den Bergbau, Fördermaschinen oder einfach „Monstermaschinen“ 😉 interessiert wird sich das auf jeden Fall lohnen. Und selbst für Frauen gibt es vieles zu sehen. Edelsteine, Geschirr, Schmuck, Kunst. Es ist für jeden das richtige dabei!

Hier nun die Fotos die ich bei meinem Besuch im Museum gemacht habe. Einige Bilder sind wegen der Lichtverhältnisse nicht so gut geworden, aber ich hoffe sie können einen ungefähren Eindruck von dem vermitteln was ich gesehen habe. Für nähere Beschreibungen müsst ihr aber schon selbst hinfahren! 😛 Denn ich werde sie heute einmal ohne große Kommentare anhängen.

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Bochum – Teil 2: Impressionen vom Weihnachtsmarkt

Die Stadt leuchtet! Immerhin hat die Adventszeit begonnen und damit hat auch der Weihnachtsmarkt in Bochum seine Pforten geöffnet. Es gibt alles was ein Besucherherz höher schlagen lässt. Glühwein, Popcorn, frisch gemachte Pizza. Schmuckstände, Nippessachen, Handwerkliches. Und als besonderes Gimmick gibt es auf dem Vorplatz der Pauluskirche einen Mittelaltermarkt mit mittelalterlichem Essen, Geschenkartikel und Showeinlagen.

Ein fantastisches Treiben hier, das viele Menschen aus Bochum und Umgebung anlockt. Und natürlich auch uns, die Wiesbadener! 😉

Heute leider nur einige Fotos zum Weihnachtsmarkt, aber da kommt bald noch mehr! Versprochen!

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Bochum – Teil 1: Die Ankunft

Da mein Angetrauter ein leidenschaftlicher Fußball- und BVB Dortmund Fan ist sind wir heute für einige Tage ins Ruhrgebiet gefahren. Da uns die Hotels in Dortmund nicht so zusagten und die besten Zimmer bereits belegt waren hat es uns allerdings nach Bochum verschlagen statt in DIE Fußsballstadt schlecht hin.

Am Abend gegen 21 Uhr kamen wir am Hauptbahnhof der ehemaligen Bergbaustadt an und schon gleich konnten wir die weihnachtlich geschmückte Innenstadt erblicken. Ich kann jedem nur raten einmal zur Weihnachtszeit nach Bochum zu fahren. Es ist wunderschön hier.

Ein Tipp auch für alle, die dort ein Hotelzimmer suchen. Es gibt noch im Bahnhofsgebäude ein Ibis Hotel. Die Zimmer dort sind zwar eher zweckmäßig eingerichtet, aber sie sind günstig und die Lage ist absolute einmalig. Die Bushaltestelle ist vor der Tür, der Bahnhof nur ein paar Meter entfernt, zur U-Bahn und in die Innenstadt muss man nur kurz über die Straße. Ein absoluter Geheimtipp wenn man das Hotelzimmer nur als „Hauptquatier“ auf der Mission „Stadtbesichtigung“ sehen will

Hier der Standort des Ibis Hotels:


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Hier einige Fotos vom abendlichen Bochum:

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