Tour zum Fernsehturm

Ich bin immer noch dabei meine neue Nikon auszuprobieren. Heute wollte ich das endlich auch mal in meiner alten Heimat tun. Dazu bot es sich an auch einmal eine neue Strecke zu laufen und neue Orte kennen zu lernen.

Aber beginnen wir am Anfang. Los ging es wie üblich im Dorf, den Schleiderweg hinauf. Anders als sonst wechselte ich nun aber einige Meter nach einem Bauernhof auf den sogenannten „alten Schleiderweg“. Eine parallel zum eigentlichen Schleiderweg nach oben führende Schotterpiste. Hier geht es schnell recht hoch hinaus und man bekommt einen guten Ausblick auf das kleine Dorf. Einfach perfekt um das neue Zoomobjektiv der Kamera zu testen.

Diesem Weg bin ich nun einfach bis ganz nach oben und weiter bis zum Wald gefolgt. Eigentlich ist es kaum möglich sich uf diesem Teil der Strecke zu verlaufen.

Nach dem man einige Hundert Meter im Schatten des Waldes entlang gestapft ist, geht irgendwann links ein Weg in den Wald. In diesen bin ich abgebogen. Dank der aktuell kahlen Bäume war es dann nicht mehr schwierig den Fernsehturm zu finden, auch wenn ich seit meiner Kindheit nicht mehr hier gewesen bin. Aber für alle, die vielleicht im Sommer einmal hier her kommen möchten, es geht einige Meter gerade aus, dann muss man die erste Abbiegung rechts nehmen schon steht man direkt vor einer großen Betonsäule mit elektronischen Aufbauten auf dem „Dach“.

Nach dem ich einige Fotos gemacht hatte bin ich dann wieder zurück auf den Hauptweg gewechselt und noch etwas tiefer in den Wald hinein gegangen. Hier geht dann zur Linken ein kleiner Weg ab der direkt aufs offene Feld führt. Was ich bis heute nicht wusste, von hier oben hat man einen phantastischen Blick über die Täler. Das musste ich unbedingt noch fotografieren.

Zurück ging es dann auf dem Schleiderweg, den ich sonst immer für den Hinweg benutze.

Hier noch einmal die Streckenführung:

Und meine Fotos:

Schneewanderung zum Galgenberg

Ich verbringe in diesem eiskalten, verschneiten Februar über Fasching einige Tage bei meinen Eltern und wollte diese Möglichkeit einmal nutzen, einen alten Ort aus meiner Kindheit zu besuchen. Nach vielen Jahren wollte ich endlich einmal wieder den Galgenberg besteigen und die Aussicht über die Täler genießen.

Heute war es dann endlich soweit. Die Felder waren zwar noch verschneit, aber das Wetter recht sonnig und nicht übermäßig kalt, also konnte ich mich auf den Weg nach oben machen.

Los ging es mit der üblichen Strecke. Ich wollte nämlich einen ausgedehnten Spaziergang machen. Also den Schleiderweg hoch und auf die Wiesen und Felder, die wir schon aus dem Beitrag Merchinger Rundgang kennen.

Auf dem Weg zurück ins Dorf bin ich dann aber einer Wandermarkierung gefolgt und bin links abgebogen statt gerade aus weiter zu gehen. So bin ich auf einen, wenn auch nur dürftig, ausgeschilderten Wanderweg zum Aussichtspunkt gelangt. Nun musste ich nur noch meinen Erinnerungen und den Markierungen folgen. Am schwierigsten war nur, das Teile der Strecke über unwegsames Gelände führen. Das heißt, erst musste ich über gebrochenes Eis auf einem ausgefahrenen Feldweg mit Schlaglöchern und dann musste ich auch noch über ein Feld mit unberührtem, knöcheltiefem Schnee. Aber was tut man nicht alles! 😉 Außerdem, wenn es einfach wäre, wäre es ja nicht mehr spannend, richtig? 😛

Und dann war es so weit! Ich kam zum Aussichtspunkt auf dem Galgenberg und ja, man kann noch immer weit über das Tal sehen. Allerdings kam mir das als Kind alles viiiiieeelll größer vor. Heute erschien es mir fast so als könnte ich mit ein paar Schritten den Hang hinunter direkt schon wieder im Dorf sein.

Der Name des Galgenberges hat übrigens einen sehr ernsten, geschichtlichen Hintergrund. Hier oben wurden im Mittelalter Verbrecher verurteilt und für alle im Dorf gut sichtbar hingerichtet. Besonders bekannt ist der Fall eines Hexenprozesses aus dieser Zeit. Zum Gedenken an die Menschen, die hier gestorben sind steht noch heute ein großes Kreuz auf dem Galgenberg, das während der Adventszeit nachts sogar beleuchtet wird.

Nach kurzem Aufenthalt und einigen Fotos machte ich mich wieder auf den Weg zurück. Nun wollte ich aber nicht die ganze Strecke zurück laufen und so nahm ich eine Abkürzung über einen Trampelpfad, der durch den Wald direkt bis hinunter ins Dorf, genauer an die Honzrather Straße führte. Über diese Hauptstraße konnte ich nun problemlos wieder zu meinem Ausgangspunkt zurückkehren.