Von Bierstadt bis ins Nerotal

Eisigkalte Themperaturen nehmen Wiesbaden schon seit einiger Zeit mächtig in die Mangel. Doch wie so oft hielt mich das nicht davon ab, bei sonnigem Wetter einen gemütlichen Spaziergang zu machen.

Los ging es wie üblich in Wiesbaden-Bierstadt, Startpunkt Patrickstraße. Von dort ging es die Bierstadter Höhe hinunter in Richtung Innenstadt. Um direkt zum Kurpark zu gelangen bog ich in die Bodenstedtstraße ein und machte von dort aus einen kleinen Rundgang durch besagten Park. Beim aktuellen Wetter gibt es hier vor allem viel Eis zu entdecken. Der Weiher am Bowling Green ist zugefroren und auch der kleine Bach im Kurpark ist unter einer dicken Eisschickt versteckt.

Weiter ging es am Kurhaus und dem Staatstheater vorbei bis auf die Wilhelmstraße. Von hier wollte ich dann mein eigentliches Ziel anpeilen, die weitläufige Grünfläche im Nerotal, die Nerotalanlagen. Um dorthin zu gelangen musste ich erst von der Wilhelmstraße auf die Taunusstraße wechseln. Nur einige Meter von der Stelle entfernt an der sich diese beiden Straße treffen befindet sich der sogenannte Kranzplatz und der Kochbrunnen. In diesem Bereich der Stadt säume kleine Dampfschwaden die Gehwege. Sie kommen aus der Kanalisation, in die das heiße Kochbrunnenwasser abfließt. Dieser Ort ist einer der absoluten Anziehungspunkte für Touristen. Das trinkbare Quellwasser ist reich an Mineralien und Schwefel und soll gegen allerhand Beschwerden helfen. In früherer Zeit wurde es für Bad- und Trinkkuren genutzt und hat mich dazu beigetragen das Wiesbaden zur Bäderstadt aufstieg. Noch heute wird das Wasser des Kochbrunnens in einige Hotels der Umgebung eingespeist. Doch mehr dazu, ein anderes mal. Heute führte mich der Weg nur kurz daran vorbei.

In Richtung Nerotal musste ich weiter der Taunusstraße folgen. Sie führt jeden Besucher direkt bis zu den Nerotalanlagen. Interessant an diesem Teil der Strecke sind vor allem die historistischen Villenbauten aus dem 19. Jahrhundert. Etliche säumen die breite Straße. Einige dieser architektonischen Schmuckstücke könnt ihr weiter unter auf meinen Fotos bewundern.

An den Nerotalanlagen angekommen machte ich einen Rundgang durch den Park. Umgeben ist der Park von der Straße „Nerotal“ an der sich ein großes Villengebiet befindet. Von den Gehwegen aus hat man so einen wundervollen Blick auf alte Herrenhäuser und Meisterwerke des historistischen Baustils.

Durch den Park selbst schlängelt sich der kleine Schwarzbach und bildet mehrere kleinere Weiher, die zur Zeit aber völlig zugefroren sind. Durchquert man die gesamte Grünfläche gelangt man zur Talstation der Nerobergbahn, die von hier aus mit Hilfe von Wasserlast den Neroberg erklimmt.

Nach einem Rundgang durch die Nerotalanlagen habe ich mich dann wieder auf den Rückweg gemacht. Da mir die ständig gleich Strecke aber immer schnell langweilig wird war ich etwas experimentierfreudig und bin einem Schild gefolgt das einen Fußweg zur „Bergkirche“ ausschilderte. Ich wusste nicht wirklich wo mich das hin führen würde, doch gerade solche querfeldein Wanderrungen haben mir bisher immer die interessantesten Entdeckungen gebracht. So auch heute!


Größere Kartenansicht

Nach dem ich tatsächlich den Weg bis zur Bergkirche erklommen hatte musste ich natürlich vom Berg auch wieder runter. Also bin ich einfach in Richtung Innenstadt weitergegangen. Hier führten mich einige schmale Gassen bis zu einem kleinen Spielplatz auf dem Schulberg der über der Stadt liegt und von dem aus man einen fantastischen Blick auf die Innenstadt und vor allem die Marktkirche hat.

Hier der genaue Standpunkt:


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Und hier ein kleiner Vorgeschmack auf die Aussicht:

Die Marktkirche thront als weithin sichtbares größtes Gebäude über Wiesbaden.

Vom Schulberg hinunter in die Innenstadt gelangt man am schnellsten wenn man direkt über das sogenannte Römertor geht. Es überquert als Fußgängerbrücke die Coulinstraße und mündet direkt in der Fußgängerzone. Nun musste ich nur noch bis zur nächsten Bushaltestelle kommen um wieder nach Hause zu fahren. Aber das ist in der Fußgängerzone ja keine Hexerei. 😉

Hier der Überblick über die gesamte Strecke:


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Auf dem Weg liegen etliche Sehenswürdigkeiten. Angefangen mit dem Kurpark und dem Kurhaus, über die Nerotalanlagen, die Nerobergbahn, die Bergkirche bis hin zum Schulberg und dem Römertor. Für alle die Wiesbaden mal in einem Rutsch entdecken möchten kann ich diese Strecke nur wärmstens empfehlen.

Wer allerdings lieber von Zuhause mal reinschnuppert, hier die Fotos von Unterwegs.