Solmsschlösschen im Sonnenuntergang

Heute gibt es noch zwei Fotos vom Solmsschlösschen. Wer mehr darüber erfahren möchte sollte sich meinen älteren Beitrag Das Solmsschlösschen in der Dämmerung ansehen.

Biebrich – Eltville, 20 km und kein bisschen müde!

Erst einmal vorab, ich hasse Aprilscherze, daher könnt ihr sicher sein das dies hier keiner ist. Das ich ausgerechnet am Tag der üblen Späße meinen absoluten km-Rekord aufstelle, war absolut nicht geplant und letzendlich purer Zufall!

Angefangen hat alles damit, das ich bei dem wundervollen Frühlingswetter gerne eine meiner Lieblingsstrecken nutzen wollte gehen wollte: den Leinpfad am Reihnufer von Biebrich! Für mich immer noch eine der entspannensten Strecken und unten gibt es auch noch einiges an Wegen die ich noch gar nicht kenne. Es kann also nur spannend werden. Der Vorteil ist auch, wenn man dem Leinpfad folgt kann man Notfalls von jedem kleinen Ort aus auch die Bahn zurück nehmen. Das ist ganz nützlich, falls man von plötzlicher Erschöpfung übermannt wird oder einem bei heißem Wetter der Wasservorrat ausgeht. Außerdem ist die Aussicht am Rheinufer, bei klarem Wetter einfach phantastisch!

Die Strecke ist dieses Mal ausgesprochen simpel. Ausgehend vom Schloss in Biebrich folgen wir dem Fußweg am Rheinufer entlang bis nach Schierstein. Hier geht es am Hafen entlang und über die Dyckerhoff-Brücke.

Auf der anderen Seite der Hafeneinfahrt angekommen gelangt man zu einem Paradies für Störche, dem Wasserwerk Wiesbaden-Schierstein. Der Wanderweg verläuft hier direkt auf dem Schiersteiner-Damm. Von dieser erhöhten Position aus hat man einen guten Blick über das Feuchtgebiet, auf dem Gelände des Wasserwerks, in dem auch etliche Störche nisten.

Unser nächster Strecken-Abschnitt führt uns nun nach Walluf! Hier kann man gleich am Ortseingang die Ruinen der alten Johanniskirche besichtigen. Dieses Bauwerk wurde 1508 als katholische Pfarrkirche für Niederwalluf errichtet und ab dem 30-jährigen Krieg immer wieder zerstört und neuaufgebaut.

Weiter gehts über die Werftstraße und die Rheinallee durch Walluf hindurch bis zum Leinpfad. Dieser führt nun geradewegs am Rheinufer entlang. Zuerst bis zur Eltville Riviera, dann weiter bis zur Kurfürstlichen Burg Eltville.

Alles in allem führt die Strecke von Biebrich aus, bis auf kleinere Ausnahmen, immer nur in westlicher Richtung direkt am Rhein entlang. Es gibt also kaum eine Chance sich zu verlaufen. 😉

Und am Ende wird man auch reich belohnt. Denn in Eltville wird man von mittelalterlichen Fachwerkhäusern, mehreren Kirchen und der Burg direkt am Rheinufer begrüßt. Und für alle die nach den 10 km Hinweg vom Hunger gepackt werden gibt es gegenüber der Burg auch noch das Restaurant „Anleger 511“. Für die Weintrinker unter euch dürfte auch interessant sein, dass auf dieser Strecke jährlich ab April mehrere Wein-Probierstuben geöffnet werden.

Burg Eltville kann man übrigens auch besichtigen. Näheres zu den Öffnungszeiten und den Eintrittspreisen findet man hier.

Hier die Karte:


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Ich bin selbstverständlich die komplette Strecke auch wieder zu Fuß zurück gegangen. Inkl. Burgrundgang waren das laut GPS dann etwa 22km. Aber durch die Tatsache das kaum bergauf oder bergab geht empfand ich die Strecke als sehr einfach zu schaffen und ich war am Ende sogar so motiviert das ich gerne noch weiter gegangen wäre. Dennoch sollte man vor allem an warmen Tagen einen gewissen Vorrat an Mineralwasser mitnehmen.

Fasanerie, Wiesbaden

Heute möchte ich euch von einem speziellen Ausflugsziel in der Nähe von Wiesbaden erzählen. Es geht um die Fasanerie im Nordwesten der Stadt, nahe Klarenthal.

Hier der genaue Standort via GoogleMaps:

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Bei der Fasanerie handelt es sich heute um einen Tier- und Pflanzenpark mit etwa 50 Tierarten auf 23 Hektar. Angrenzend an die Gehege steht auch noch heute das barocke Jagdschloss Fasanerie, das sich der Fürst Karl von Nassau-Usingen zwischen 1744 und 1749 als Jagdsitz erbauen lies. Auf dem Gelände des heutigen Parks züchtete er Fasane, woher auch der heutige Name rührt. Nach dem Tod des Fürsten, 1775, verlegte dessen Nachfolger das Jagdgebiet auf die Platte. Ab da wurde das Gebäude nur noch als Wohnung des Oberförsters genutzt bis das gesamte Gebiet 1910 in den Besitz der Stadt Wiesbaden überging. Am 31. März 1955 wurde dann der Tierpark Fasanerie eröffnet.

Im Jahr 1995 wurde dann der „Förderverein Fasanerie e. V.“ gegründet um Gelder für die Sanierung des Geländes und die Restaurierung des Jagdschlosses zu sammeln. Heute ist das Jagdschloss ein Restaurant und kann für Konzerte, Tagungen und Familienfeiern gebucht werden.

Im Park werden heute etliche einheimiche Tiere, darunter Wölfe, Füchse, Wildkatzen und Wildschweine gezeigt. Außerdem gibt es etliche Pflanzenarten zu sehen und man kann einen der dicksten Mammutbäume Deutschland bewundern.

Der Eintritt in den Park ist kostenlos. Der Unterhalt des Geländes wird bis heute ausschließlich durch Spendengelder bestritten.

Zu erreichen ist der Park ganz leicht mit der Linie 33 Richtung „Tierpark Fasanerie“.